Trinkwasser: Stadt kündigt Zusammenarbeit mit Langenfeld

20.12.2024

MEGA übernimmt Versorgung im Stadtgebiet

Die Stadt Monheim am Rhein beendet die Zusammenarbeit mit der Stadt Langenfeld im Bereich der Trinkwasserversorgung zum 31. Dezember 2026. Die entsprechende Gesellschaftsverträge mit der Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim GmbH & Co. KG und der Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim Beteiligungs GmbH werden gekündigt.  Die MEGA soll die Trinkwasserversorgung für das Stadtgebiet der Stadt Monheim am Rhein zum 1. Januar 2027 übernehmen. Das hat der Monheimer Stadrat am 18. Dezember 2024 mehrheitlich beschlossen (Top 26).

 

Bayer`04 Sportstätten

Im Zuge des Ansiedlungsvorhabens von Bayer'04 zur Errichtung von Sportstätten im Bereich des Laacher Hofs hat es im Vorfeld der Prüfung der Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens eine Resolution des Langenfelder Stadtrates gegeben, die sich gegen das Ansiedlungsvorhaben auf Monheimer Stadtgebiet positioniert. "Aussagen und Auftreten sowohl von Vertretern der Stadt Langenfeld als auch von Mitarbeitern des Verbandswasserwerks ließen nur den Schluss zu, so die Stadt Monheim am Rhein, "dass das Ansiedlungsvorhaben aus sachfremden Gründen gezielt verhindert werden solle".

 

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Pflicht zur vertrauensvollen Zusammenarbeit

Der vorhandene Konsortial- und Kooperationsvertrag sehe eine Pflicht zur vertrauensvollen Zusammenarbeit vor, wonach diese von „gegenseitiger Rücksichtnahme“ gekennzeichnet sein solle und bei auftretenden Meinungsverschiedenheiten eine „einheitliche und gütliche Lösung“ anzustreben sei. Um im Sinne dieser Vereinbarung eine gemeinsame Erklärung zur weiteren Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der Planung des Bayer'04-Campus zu ermöglichen, hat die Stadt Moheim am Rhein eine Erklärung zur weiteren Zusammenarbeit an die Geschäftsführung des Verbandswasserwerks geschickt, damit diese eine weitere Abstimmung mit der Stadt Langenfeld und der Stadtentwicklungsgesellschaft Langenfeld herbeiführt.

 

Massiv gestörtes Vertrauensverhältnis

"Daraufhin wurde durch den Bürgermeister der Stadt Langenfeld ein geänderter Text der Erklärung an die Stadt übersandt. Leider lässt diese geänderte Erklärung nicht erkennen, dass von Seiten der Vertreter der Stadt Langenfeld der wirkliche Wille besteht, das Ansiedlungsvorhaben unvoreingenommen und konstruktiv zu begleiten”, so die Stadt Monhein am Rhein. Vor dem Hintergrund des hierdurch massiv gestörten Vertrauensverhältnisses sei eine Beendigung der Zusammenarbeit "angezeigt".

 

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Versorgung aus einer Hand

Aufgrund der Übernahme des auf dem Monheimer Stadtgebiet liegenden Teil des Wassernetzes durch die MEGA ergeben sich "Vorteile", so die Stadt Monheim am Rhein: "Bürger erhalten zukünftig die Versorgung von Strom, Gas, Internet und Wasser – wie auch bei anderen Stadtwerken – aus einer Hand. Die Betreuung kann durch das vorhandene Kundencenter der MEGA erfolgen. Bisherige Wege in das Kundenzentrum der Stadtwerke Langenfeld entfallen. Ob und, wenn ja, in welcher Form Beschäftigten des bisherigen Verbandswasserwerks ein Übernahmeangebot durch die MEGA unterbreitet wird, sei ebenso wie der zukünftige Betrieb der Förder- und Aufbereitungsanlagen auf dem Verhandlungsweg mit der Stadt Langenfeld zu klären. 

 

Quelle: Ratssystem Stadt Monheim am Rhein

Foto: Pixabay