Lehrermangel in NRW: So hart trifft es Leverkusens Schulen

30.12.2024

Unterrichtsausfall, Vertretungsstunden und Besonderheiten – ein Überblick

In Nordrhein-Westfalen fehlen aktuell rund 8000 Lehrerinnen und Lehrer – eine Situation, die sich auch deutlich in Leverkusen bemerkbar macht. Daten des Schulministeriums liefern nun erstmals einen detaillierten Einblick, wie stark der Unterrichtsausfall in den Schulen der Bayer-Stadt tatsächlich ist. Während landesweit durchschnittlich 4,8 Prozent des Unterrichts ersatzlos ausfallen, zeigt die Analyse der weiterführenden Schulen in Leverkusen teils erhebliche Unterschiede.

 

Sekundar- und Gesamtschulen: Besondere Herausforderungen

Die Sekundarschule Neukronenberger Straße verzeichnet mit nur 60 Prozent regulärem Unterricht den niedrigsten Wert unter den weiterführenden Schulen der Stadt. Jede fünfte Stunde wird hier durch Vertretungsunterricht abgedeckt, und 8 Prozent fallen komplett aus.

 

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Bei den beiden Gesamtschulen, der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Rheindorf und der Gesamtschule Schlebusch, liegt der Anteil des regulären Unterrichts bei etwa 73 Prozent.

Besonders positiv fällt die Käthe-Kollwitz-Schule auf: Mit nur 3,9 Prozent Unterrichtsausfall liegt sie deutlich unter dem NRW-Durchschnitt. Gleichzeitig weisen beide Schulen mit rund 10 Prozent einen hohen Anteil an Projektunterricht und anderen besonderen Lernformen auf.

 

Hauptschulen: Hoher Bedarf an Sonderunterricht

Die Theodor-Wuppermann-Hauptschule hat zwar den höchsten Anteil an Projektstunden (13,2 Prozent), kämpft jedoch mit einem ersatzlosen Unterrichtsausfall von 8,8 Prozent – das ist fast jede elfte Stunde.

Auch die katholische Hauptschule Hederichsfeld liegt mit 7,7 Prozent deutlich über dem Schnitt.

 

Realschulen: Bessere Bilanz als der Landesschnitt

In den drei Realschulen der Stadt sieht die Situation etwas vorteilhafter aus. Der NRW-Durchschnitt für den Unterrichtsausfall an Realschulen liegt bei 6,5 Prozent, doch die Leverkusener Schulen schneiden durchweg besser ab:

  • Theodor-Heuss-Realschule: 5,6 Prozent Ausfall
  • Montanus-Realschule: 5,9 Prozent Ausfall
  • Realschule am Stadtpark: exakt 6,5 Prozent Ausfall

Die Montanus-Realschule punktet zudem mit 88 Prozent regulärem Unterricht – ein Spitzenwert unter den weiterführenden Schulen der Stadt.

 

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Gymnasien: Nahe am Durchschnitt, aber mit Unterschieden

Die vier städtischen Gymnasien bewegen sich im NRW-Durchschnitt, zeigen jedoch feine Unterschiede:

  • Das Landrat-Lucas-Gymnasium hat den höchsten Unterrichtsausfall mit 7,6 Prozent und die meisten Vertretungsstunden (16 Prozent).
  • Das Werner-Heisenberg-Gymnasium liegt mit nur fünf Prozent Ausfall unter dem Landesdurchschnitt und setzt vergleichsweise häufig auf Distanzunterricht (1,6 Prozent).
  • Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium führt mit 78,5 Prozent planmäßigem Unterricht.

 

Förderschulen: Zwei Schulen im Fokus

Die Förderschulen der Stadt bieten ein gemischtes Bild. Die Pestalozzischule bleibt mit 3,7 Prozent Unterrichtsausfall genau im Landesschnitt, während die Förderschule an der Wupper durch einen besonders hohen Anteil an Vertretungsstunden (19 Prozent) auffällt.

 

Während dieser Bericht die weiterführenden Schulen in Leverkusen betrachtet, stehen die Daten der Grundschulen und Berufsschulen noch aus.

 

Quelle: Schulministerium NRW

 


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