
Neue Passfoto-Regel ab 1. Mai: Nur noch digitale Bilder von Behörden, Fotografen – und dm!
03.04.2025Manipulationssichere Ausweise: Bundesregierung zieht Konsequenzen aus Sicherheitslücken
Berlin – Ab dem 1. Mai 2025 treten in Deutschland neue Regeln für Passbilder in Kraft. Künftig dürfen Passfotos für Personalausweise und Reisepässe nur noch digital und ausschließlich von lizenziertem Fachpersonal erstellt werden. Anbieter sind Behörden, professionelle Fotografen oder überraschenderweise auch die dm Drogeriemärkte.
Morphing unmöglich machen
Der Grund für diese Neuerung: mehr Sicherheit. Passbilder müssen künftig direkt und verschlüsselt an die Ausweisstellen übermittelt werden, um Manipulationen zu verhindern.
Im Visier der Behörden steht dabei vor allem das sogenannte Morphing. Dabei werden Bilder mehrerer Personen digital zu einem einzigen Gesicht verschmolzen. Für das bloße Auge kaum erkennbar, können so mehrere Personen mit einem einzigen Ausweisdokument reisen – ein enormes Risiko für die innere Sicherheit.
Solche gefälschten Fotos sind ein Einfallstor für Betrug, Identitätsmissbrauch und sogar terroristische Aktivitäten, heißt es aus dem Bundesinnenministerium. Die neue digitale Fotoübermittlung soll genau das verhindern.
Was kann dm besser als andere Drogeriemärkte?
Eigentlich war geplant, die Passbild-Erstellung komplett in staatliche Hände zu legen. Doch nach heftiger Kritik – insbesondere von Fotografenverbänden – lenkte die Bundesregierung ein.
Die Kompromisslösung: Auch externe Anbieter dürfen weiterhin Passbilder anbieten, allerdings nur unter strengen technischen und sicherheitsrelevanten Voraussetzungen.
Einer dieser Anbieter ist der Drogerie-Gigant dm. Das Unternehmen hatte sich schon vor Jahren auf die Neuerung vorbereitet und seit 2022 eine eigene technische Lösung entwickelt, die von den zuständigen Ministerien mittlerweile abgenommen worden ist.
Da dm bereits seit Jahren Millionen von Passfotos erstellt hat, war es für die Geschäftsleitung nur folgerichtig, in die zukunftsfähige Technik zu investieren, zumal diese auch sehr profitabel ist. Andere Drogerieketten wie Rossmann oder Müller haben auf die teure Umrüstung verzichtet.
Fazit: Die neue Regelung sorgt für mehr Sicherheit bei Ausweisdokumenten – und gleichzeitig für einen kleinen Umbruch im Passbild-Markt. Während Behörden und Fotografen weiterhin Bilder aufnehmen dürfen, setzt sich dm als einziger Drogeriemarkt-Anbieter durch – und dürfte damit auch künftig das Bild vieler deutscher Ausweise prägen.
Bericht: Walter Thomas
Fotos: XXX
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